Der Stupa im Bremer Rhododendronpark

Die Initiative zum Stupa-Bau ging im Jahr 2000 vom 'botanika' aus. Das 'botanika' ist eine Firma der Stadt Bremen. Die Grundidee war ein botanisches Projekt, welches nicht nur die Pflanzenwelt des Himalaya rund um die Gattung des Rhododendron, sondern auch die Kultur der Herkunftsländer beleuchtet. So entstand 2003 im Rhododendronpark Bremen ein großes Naturerlebnis-Zentrum. Der Besucher erlebt auf mehr als 4000 m2 innerhalb der nachgeahmten Gebirgslandschaft des Himalaya einiges an buddhistischem Kulturgut: Neben einer großen Gebetsmühle und einer "Mani-Mauer" wurde auch eine große Buddha-Statue integriert. Vor dem Haupteingang ist der Stupa entstanden.

Es handelt sich um einen 4 m hohen Erleuchtungs-Stupa. Die Einzelteile wurden in Kathmandu hergestellt. In 18 Monaten wurden die verzierten Bauelemente aus Stein gemeißelt. (Kostenpunkt: 18.000 Euro) Per Schiff wurden die Teile dann nach Bremen transportiert. (Kostenpunkt: 3.000 Euro) Allein die Bauteile wiegen 15 Tonnen.

Erst Anfang April 2003 erfuhr das Buddhistische Zentrum Bremen von dem unmittelbar bevorstehenden Bau des Stupas. Das botanika begrüßte den Vorschlag, den Bau buddhistisch zu begleiten. Und so blieben uns gerade noch 6 Wochen bis zur letztendlichen Fertigstellung und Einweihung, um alles zu organisieren. Der erfahrene Stupa-Architekt Woitek Kossowski war hier ein sehr wichtiger Ratgeber und Begleiter aus der Ferne.

Am 10. April gab Lama Ole Nydahl seinen Segen für das Projekt. Am 27. 4. traf Lama Kalsang im Auftrag von Lopön Tsechu Rinpoche in Bremen ein. Dieser konnte sich trotz des großen Stupa-Baus in Südspanien spontan für ca. 4 Wochen Zeit nehmen, um unsere Arbeit und alle Zeremonien zu begleiten.

Eine von der Stadt beauftragte Baufirma baute innerhalb von 2 Wochen den Stupa. Zwischen den einzelnen Bau-Abschnitten hat die buddhistische Gruppe insgesamt 3 Schatzkammern gefüllt. Hierzu wurden ca. 1.500 Gips-Reliefs von Buddha-Aspekten (auf tibetisch 'Tsa-Tsas' genannt) hergestellt. Viele rituelle und gesegnete Gegenstände zählen ebenso zur Füllung. Im oberen Teil finden wir hunderte von Mantra-Rollen und den Lebensbaum. Das Projekt fand großzügigste Unterstützung und Hilfe aus ganz Deutschland und sogar aus Dänemark und der Schweiz. Ca 6.500 Euro wurden insgesamt gespendet und für alle Aufwendungen investiert. Vielen, herzlichen Dank an alle!

Am Sonntag den 25. Mai fand die Einweihung des Stupas durch Lama Kalsang und Lama Ngödrup statt. Der Stupa steht nun auf öffentlich zugänglichem Boden innerhalb des Rhododendronparks und auch viele Nicht-Buddhististen finden hier einen beeindruckenden Anziehungspunkt und Kraftort.

Was ist ein Stupa?

Ein Stupa ist ein Monument für Glück und Frieden in der Welt. Er symbolisiert den erwachten Geisteszustand und ermöglicht dem Betrachter die Ansammlung von positiven Eindrücken im Geist. Die Wirkung stammt zum einen von der speziellen Form des Stupa, die mit dem Leben des historischen Buddha in Verbindung steht, zum anderen von der Füllung und der Aktivierung seiner Energie durch einen buddhistischen Meditationsmeister. Zu diesem Zweck wird nicht nur die Stelle eingesegnet, wo der Stupa später stehen wird, sondern jede Stufe des Baus durch besondere Rituale unterstützt. Schließlich wird am Ende dieses Prozesses bei der eigentlichen Stupa-Einsegnung durch eine gesungene Meditation die volle Kraft des Stupa aktiviert. Ab diesem Moment beginnt der Stupa seine Funktion zum Wohle aller Lebewesen zu erfüllen.

Wegbeschreibung mit öffentl. Verkehrsmitteln

Von der Haltestelle "Bgm.-Spitta-Allee" (Straßenbahnlinie 4) gehen Sie durch die Marcusallee vorbei an eindrucksvollen Villen unter alten Alleebäumen zum Haupteingang

von der Haltestelle "Horner Kirche" ein Stück Horner Heerstr. entlang und weiter durch die ruhige Ronzelenstr. zum Park (Eingang Rosengarten)

von den Haltestellen "Horner Kirche" oder "Bgm.-Spitta-Allee" mit der Buslinie 20 zum Haupteingang an der Marcusallee.

 
 
 
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